Wird die EEG-Einspeisevergütung in Deutschland 2027 eingestellt?

Ab 2027 wird die deutsche Solar-Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen voraussichtlich durch Direktvermarktung ersetzt. Statt fester Einspeisevergütungen wird überschüssiger Strom über einen Aggregator verkauft, was zu deutlich niedrigeren Exportpreisen führt. Dies verstärkt den Fokus auf die Eigenverbrauchsoptimierung und eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten für Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen sowie Investoren.

Wie ändert sich die Solar-Einspeisevergütung in Deutschland ab 2027?

Ab 2027 werden neue PV-Anlagen in Deutschland nicht mehr von der Einspeisevergütung profitieren. Stattdessen erfolgt die Stromvermarktung über Direktvermarktung, bei der der überschüssige Strom über Aggregatoren verkauft wird. Im Jahr 2025 betrug der Vergütungssatz für Direktvermarktung rund 3,8 ct/kWh, was deutlich unter den aktuellen Sätzen von 7,71 bis 12,23 ct/kWh liegt. Diese Änderung wird die Rentabilität für Investoren und Haushalte beeinflussen und den Eigenverbrauch von Solarstrom verstärken.

Welche Auswirkungen hat dies auf Haushalte und kleine Unternehmen?

Nehmen wir an, ein Haushalt oder kleines Unternehmen installiert eine 10 kWp PV-Anlage, die jährlich 9.500 kWh produziert und 50 % davon exportiert. Bei den aktuellen Vergütungssätzen von 7,71 bis 12,23 ct/kWh würde das Export-Einkommen etwa 366 bis 581 Euro jährlich betragen. Mit Direktvermarktung sinkt dieser Betrag jedoch auf etwa 181 Euro, was einen Verlust von 185 bis 400 Euro bedeutet. Umso wichtiger wird es, den Eigenverbrauch zu maximieren, beispielsweise durch den Einsatz von Batteriespeichern.

Wie können Investoren von den Änderungen profitieren?

Investoren sollten sich darauf einstellen, dass viele Käufer ihre Projekte vor 2026 umsetzen wollen, um von der Einspeisevergütung zu profitieren. Es könnte zu Lieferengpässen kommen, daher ist eine frühzeitige Planung und klare Vertragsgestaltung entscheidend. Nach 2027 verschiebt sich der Fokus auf Speicherlösungen und flexible Steuerungen, um den Eigenverbrauch zu erhöhen und die Ausgaben für Netzstrom zu reduzieren. Die Kombination von PV-Anlagen, Speichern und smarten Messsystemen wird für Investoren zunehmend wichtig.

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Was sollten Hausbesitzer und Unternehmen vor und nach 2027 tun?

Um von der Einspeisevergütung noch zu profitieren, sollten PV-Projekte bis spätestens 2026 abgeschlossen werden. Wichtige Maßnahmen sind das Sichern von Komponentenpreisen und das Bestätigen der Netzanschlussdaten. Nach 2027 wird es entscheidend, den Eigenverbrauch durch den Einsatz von Speicherlösungen zu maximieren. Auch eine Anpassung der Haushaltsgeräte auf sonnige Stunden und die Nutzung von Elektrofahrzeugen als flexible Lasten sind sinnvoll. Direktvermarktung muss sorgfältig verhandelt werden, um die besten Bedingungen zu sichern.

SunEnergyXT Expertenmeinungen

„Die Änderungen ab 2027 erfordern eine Anpassung der Geschäftsstrategien, insbesondere im Hinblick auf Direktvermarktung und Eigenverbrauch. Die Investition in Batteriespeicher und intelligente Steuerungen wird zunehmend der Schlüssel zur Rentabilität. SunEnergyXT bietet Lösungen, die es Hausbesitzern und Unternehmen ermöglichen, ihre Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen und gleichzeitig von den Vorteilen der Photovoltaik zu profitieren.“ – SunEnergyXT-Experte

Fazit

Die geplante Abschaffung der Solar-Einspeisevergütung ab 2027 in Deutschland wird die Rentabilität von PV-Anlagen verändern. Für Investoren und Hausbesitzer wird es zunehmend wichtig, auf Eigenverbrauch zu setzen und Speicherlösungen sowie intelligente Steuerungen zu integrieren. Wer Projekte noch bis 2026 umsetzt, kann von der Einspeisevergütung profitieren. Nach 2027 wird der Fokus auf der Maximierung des Eigenverbrauchs und der Direktvermarktung liegen, um die Wirtschaftlichkeit zu sichern.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wird die Solar-Einspeisevergütung 2027 wirklich eingestellt?

Ja, ab 2027 wird die Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen durch Direktvermarktung ersetzt. Bestehende Anlagen behalten jedoch ihre ursprünglichen Vergütungssätze. Es ist wichtig, zukünftige Projekte unter Berücksichtigung der neuen Regelungen zu planen.

Wie funktioniert die Direktvermarktung von PV-Strom und wie viel kann ich verdienen?

Bei der Direktvermarktung wird überschüssiger Strom über einen Aggregator verkauft, der eine Gebühr erhebt. Der Vergütungssatz im Jahr 2025 betrug etwa 3,8 ct/kWh. Die tatsächlichen Einnahmen hängen von den Marktpreisen und den vertraglichen Bedingungen ab.

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Soll ich eine Batterie hinzufügen, wenn die Einspeisevergütung für neue Systeme endet?

Ja, eine Batterie kann den Eigenverbrauch erhöhen und so den Bedarf an Netzstrom reduzieren, der oft teurer ist als der Exportpreis. Dies führt zu langfristigen Einsparungen und ist eine bessere Lösung als die Nutzung der Direktvermarktungspreise nach 2027.

Was passiert mit älteren Systemen nach dem Auslaufen der PV-Förderung?

Nach dem Auslaufen der Förderungen können ältere Systeme weiterhin betrieben werden, jedoch ohne die Einspeisevergütung. Optionen beinhalten die Direktvermarktung über einen Aggregator, das Hinzufügen von Speichern oder das Repowering mit neuen Modulen und Wechselrichtern.

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