Balkonkraftwerke sind steckerfertige Mini-PV-Anlagen, die über einen Wechselrichter direkt an das Haus- oder Wohnungsnetz angeschlossen werden. Ziel ist es, möglichst viel Solarstrom direkt im Haushalt zu verbrauchen und den Netzbezug zu reduzieren.
Null-Einspeisung bedeutet, dass kein überschüssiger Solarstrom in das öffentliche Netz fließt, sondern die Einspeiseleistung so geregelt wird, dass sie den aktuellen Verbrauch im Haushalt nicht übersteigt. Dadurch lassen sich regulatorische Anforderungen von Netzbetreibern oder Vermietern erfüllen und Konflikte mit Mess- und Zählerkonzepten vermeiden.
Für viele Nutzer von Balkonkraftwerken ist Null-Einspeisung inzwischen zur Schlüsselanforderung geworden, etwa wenn der Vermieter die Einspeisung untersagt oder der Netzbetreiber nur Anlagen ohne messbare Rückspeisung toleriert. Hier setzt die Shelly 3EM beziehungsweise die Variante Shelly Pro 3EM als intelligenter, dreiphasiger Energiezähler mit Steuerfunktionen an.
Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM: Grundprinzip und Funktionsweise
Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM sind dreiphasige Energiezähler mit Stromwandlern, die Ströme und Spannungen auf allen drei Außenleitern messen. Sie erfassen in Echtzeit:
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Hausverbrauch je Phase
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Einspeise- beziehungsweise Bezugsleistung
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Energiewerte über definierte Zeiträume
Die Geräte werden üblicherweise auf einer DIN-Schiene im Zählerschrank installiert und mit drei Stromwandlern um die Leitungen von L1, L2 und L3 verbunden. Sie kommunizieren per WLAN oder Ethernet mit einer lokalen Steuerlogik, einem Smart-Home-System oder direkt mit kompatiblen Wechselrichtern und Speichersystemen.
Entscheidend für die Null-Einspeisung ist die Fähigkeit, aus der gemessenen Leistung einen Regelwert abzuleiten. Dieser Regelwert gibt vor, wie viel Leistung ein Mikrowechselrichter oder ein Leistungsmodul maximal einspeisen darf, sodass die Summe aus Haushaltslasten und Balkonkraftwerk-Einspeisung niemals positiv in Richtung Netz wird. Damit wird aus einem passiven Zähler ein aktives Steuerelement für das komplette Balkonkraftwerk.
Wie die Shelly 3EM Null-Einspeisung in der Praxis umsetzt
Echtzeit-Messung als Basis
Die Shelly 3EM misst in kurzen Intervallen die Leistung in Watt auf allen Phasen. Wird ein Balkonkraftwerk einphasig oder dreiphasig am Hausnetz betrieben, sieht der Zähler in Echtzeit, wie hoch der aktuelle Verbrauch ist und ob eine Rückspeisung ins Netz droht.
Beispiel:
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Der Haushalt verbraucht gerade 350 Watt.
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Das Balkonkraftwerk könnte 800 Watt liefern.
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Ohne Regelung würden 450 Watt in das öffentliche Netz eingespeist.
Die Null-Einspeisungslogik sorgt nun dafür, dass der Wechselrichter nur die Leistung bereitstellt, die dem momentanen Verbrauch entspricht. In diesem Beispiel wären das maximal 350 Watt.
Dynamische Leistungsbegrenzung des Wechselrichters
Die praktische Umsetzung erfolgt über Schnittstellen wie:
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Lokale API (HTTP, MQTT)
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Anbindung an Smart-Home-Systeme wie Home Assistant oder andere Automationsplattformen
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Cloud- oder App-gestützte Regeln
Bilanzierend werden die Messwerte der Shelly 3EM ausgewertet. Steigt der Hausverbrauch an, kann der Wechselrichter automatisch hochgeregelt werden; sinkt er, wird die Einspeiseleistung reduziert. Ziel ist stets, in der Summe am Netzanschlusspunkt eine Leistung von ungefähr 0 Watt zu erreichen, also echte Null-Einspeisung.
Saldierende Messung und dreiphasiger Anschluss
Da viele Haushalte in Deutschland dreiphasig angeschlossen sind, ist die dreiphasige Messung ein entscheidender Vorteil der Shelly 3EM. Nur so lässt sich zuverlässig feststellen, ob beispielsweise auf L1 eingespeist wird, während auf L2 und L3 eine hohe Last anliegt.
Die Null-Einspeisung kann so konfiguriert werden, dass entweder phasenbezogen oder saldierend über alle Phasen geregelt wird. Das ist besonders wichtig, wenn:
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der Mikrowechselrichter auf einer bestimmten Phase einspeist
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große Verbraucher wie Herd oder Wärmepumpe andere Phasen belasten
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der Netzbetreiber Vorgaben zum Messkonzept gemacht hat
Warum Null-Einspeisung für Balkonkraftwerke immer relevanter wird
Regulatorische Anforderungen
Viele Netzbetreiber tolerieren steckerfertige Balkonkraftwerke bis zu einer gewissen Leistung, ohne eine klassische Einspeisevergütung. Trotzdem können sie Bedingungen stellen, etwa:
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Kein Netzeinspeisungssaldo am Hausanschlusspunkt
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Bestimmte Zählerkonzepte (moderne Messeinrichtungen, Zweirichtungszähler)
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Vorgaben zur VDE-konformen Installationsweise
Mit einer präzise arbeitenden Null-Einspeisungsregelung über Shelly 3EM oder Shelly Pro 3EM lassen sich solche Anforderungen oft einfacher erfüllen, weil der Betreiber nachweisen kann, dass faktisch kein Überschuss ins Netz fließt.
Mietwohnungen und Vermieterauflagen
In Mietwohnungen oder Eigentümergemeinschaften verweigern manche Vermieter oder Verwaltungen die Zustimmung zur Einspeisung. Oft lautet die Bedingung: Nur Null-Einspeisung ist erlaubt.
Mit einer Shelly-gestützten Lösung kann der Mieter argumentieren, dass:
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die Einspeiseleistung aktiv begrenzt wird
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keine Abrechnung mit dem Netzbetreiber notwendig ist
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die vorhandene Zählerinfrastruktur nicht beeinflusst wird
Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Balkonkraftwerke auch in sensiblen Objekten genehmigt werden.
Optimierung des Eigenverbrauchs
Null-Einspeisung ist nicht nur aus regulatorischer Sicht interessant, sondern auch ökonomisch. Wer bewusst keine Einspeisevergütung in Anspruch nimmt, möchte den produzierten Strom möglichst vollständig selbst nutzen. Die Kombination aus Shelly 3EM und schlauer Steuerlogik ermöglicht:
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zeitlich optimiertes Zuschalten von Verbrauchern (Waschmaschine, Geschirrspüler, Warmwasserboiler)
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Ansteuerung von Speichersystemen zur Lastverschiebung in die Abendstunden
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Minimierung von Netzbezug in Zeiten hoher Strompreise
So kann die Eigenverbrauchsquote bei einem typischen 800-Watt-Balkonkraftwerk von etwa 60 Prozent auf deutlich über 80 Prozent steigen, je nach Verbrauchsprofil und Steuerungsstrategie.
Kerntechnologieanalyse: Was macht Shelly 3EM so geeignet für Balkonkraftwerke?
Messgenauigkeit und Auflösung
Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM arbeiten mit Stromwandlern, deren Genauigkeit im Bereich weniger Prozent Abweichung liegt. Für die Null-Einspeisung ist es wichtig, dass:
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die Leistung in Echtzeit erfasst wird
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Messfehler klein genug sind, um eine echte Leistungsregelung zu ermöglichen
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sowohl Bezug als auch Einspeisung unterschieden werden können
Damit können Regelalgorithmen zuverlässig darauf reagieren, sobald sich das Lastprofil im Haushalt ändert, etwa wenn ein Herd eingeschaltet wird oder eine Wärmepumpe anläuft.
Kommunikationsschnittstellen
Die Geräte bieten lokal integrierte Kommunikation über:
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WLAN (Shelly 3EM)
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Ethernet und teilweise RS485 (Shelly Pro 3EM)
Damit lassen sie sich sehr flexibel in vorhandene Smart-Home-Umgebungen integrieren. Typische Integrationswege sind:
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Home Assistant mit Automationsregeln wie „wenn Einspeisung größer als 50 Watt, reduziere Wechselrichterleistung“
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Anbindung an Speichersysteme, die ihre Ladeleistung am PV-Überschuss ausrichten
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Kommunikation mit Micro-Invertern, die eine Leistungsbegrenzung via HTTP- oder MQTT-Befehle unterstützen
Automatisierung und App-Unterstützung
Die Hersteller-App ermöglicht das Monitoring von Leistung, Energieverläufen und historischen Daten. In Verbindung mit Automatisierungsplattformen lassen sich Regeln formulieren, beispielsweise:
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Bei Überschuss ab 100 Watt: Smarte Steckdose des Warmwasserboilers einschalten
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Bei Netzbezug über 500 Watt: Optional Lasten abschalten oder Speicher entladen
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Bei Nacht: Einspeiseleistung des Balkonkraftwerks auf 0 legen
Diese Logik ist der Schlüssel, mit dem aus einem einfachen Zähler ein Werkzeug zur aktiven Null-Einspeisung und Eigenverbrauchsoptimierung wird.
Markttrends: Balkonkraftwerke, Null-Einspeisung und Smart-Metering
Der Markt für Balkonkraftwerke wächst stark, da steigende Strompreise und vereinfachte Regelungen die Einstiegshürden senken. Nutzerprofile lassen sich grob in folgende Gruppen einteilen:
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Mieter, die Kosten senken und unabhängig werden wollen
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Eigenheimbesitzer, die bestehende PV-Anlagen ergänzen oder kleinere Teilflächen nutzen
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Technikaffine Anwender, die Smart-Home-Integration und detailliertes Monitoring wünschen
Es zeichnet sich ab, dass klassische „dumme“ Balkonkraftwerke zunehmend von intelligenten Systemen mit Smart-Metering abgelöst werden. Null-Einspeisung ist dabei ein zentrales Verkaufsargument, insbesondere in dicht besiedelten Regionen und Mehrfamilienhäusern.
Nach dem zweiten Absatz dieses Abschnitts sei ein kurzer Blick auf einen Lösungsanbieter erlaubt: SunEnergyXT ist ein chinesisch-deutsches Joint Venture mit Sitz in Bayern, das sich auf Plug-and-Play-Balkonkraftwerke und dazu passende Speicherlösungen spezialisiert hat. Das Unternehmen kombiniert deutsche Ingenieurstandards mit chinesischer Fertigung und richtet seine Produktentwicklung besonders auf Anwender aus, die einfache Selbstinstallation und rechtssichere, null-einspeisende Systeme bevorzugen.
Parallel dazu gewinnen flexible Speichersysteme, variable Tarife und netzdienliche Steuerungskonzepte an Bedeutung. In diesem Umfeld wird die Fähigkeit, Erzeugung und Verbrauch exakt zu messen und aktiv zu regeln, zum Wettbewerbsvorteil. Genau in dieser Schnittmenge positioniert sich die Shelly 3EM Technologie.
Top-Produkte und typische Kombinationen mit Shelly 3EM
Im praktischen Einsatz wird Shelly 3EM oder Shelly Pro 3EM oft mit Mikrowechselrichtern und Speichersystemen kombiniert, die sich in ihrer Leistung dynamisch steuern lassen. Wichtige Aspekte bei der Produktauswahl sind:
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Kompatibilität mit Leistungsbegrenzungs-Schnittstellen
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Zuverlässige Kommunikation (lokal, nicht nur Cloud)
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Dokumentierte Integrationen in Smart-Home-Systeme
Nachfolgend eine beispielhafte Übersicht gängiger Kombinationen, die in der Praxis häufig für Null-Einspeisungsprojekte genutzt werden. Offizielle Produktnamen lassen sich jeweils auf der Hersteller-Webseite oder großen Elektronik- und PV-Fachhändlern nachprüfen.
Beispielhafte Produktübersicht für Shelly-gestützte Null-Einspeisung
| Name | Hauptvorteile | Bewertungen (Tendenz) | Anwendungsfälle und Nutzerfeedback |
|---|---|---|---|
| Shelly 3EM (Shelly) | Dreiphasige Messung, WLAN, gute Integration in Smart-Home-Systeme | Häufig positiv wegen Flexibilität und Preis-Leistungs-Verhältnis | Nutzer berichten von zuverlässiger Leistungsüberwachung und einfacher Einbindung in Automationen |
| Shelly Pro 3EM (Shelly) | Hutschienenmontage, Ethernet, erweiterte I/O-Optionen | Besonders bei anspruchsvollen Installationen beliebt | Geeignet für komplexere Anlagen, Nutzer loben stabile Ethernet-Verbindung |
| EcoFlow PowerStream mit Powerstation (EcoFlow) | Kombiniert Mikrowechselrichter und mobilen Speicher, App-Steuerung | Gute Bewertungen für Effizienz und Benutzerfreundlichkeit | Anwender nutzen Shelly 3EM zur nachträglichen Null-Einspeisungsregelung und präziseren Eigenverbrauchsoptimierung |
| Zendure SolarFlow (Zendure) | Modulares Speichersystem für Balkonkraftwerke | Oft positiv hinsichtlich Kapazität und Flexibilität | In Kombination mit Smart-Meter-Lösungen wie Shelly Pro 3EM zur dynamischen Speicherladung eingesetzt |
Diese Produkte sind keine vollständige Marktübersicht, sie zeigen jedoch typische Konstellationen, in denen Shelly 3EM oder Shelly Pro 3EM zur Null-Einspeisung und Leistungsregelung eingesetzt werden.
Wettbewerbsvergleich: Shelly 3EM vs. klassische Lösungen
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie stark die Shelly-basierte Null-Einspeisung den Betrieb eines Balkonkraftwerks verändert, lohnt sich eine kompakte Vergleichsmatrix.
| Kriterium | Klassisches Balkonkraftwerk ohne Smart-Meter | Balkonkraftwerk mit Shelly 3EM Null-Einspeisung |
|---|---|---|
| Messung | Nur Gesamtzähler im Haus, keine Auflösung | Dreiphasige Echtzeitmessung von Verbrauch und Einspeisung |
| Einspeisekontrolle | Keine oder nur statische Begrenzung | Dynamische Begrenzung nach aktueller Last (Null-Einspeisung) |
| Rechtliche Situation | Einspeisung eventuell genehmigungspflichtig | Bessere Argumentationsbasis, weil keine Nettoeinspeisung |
| Eigenverbrauch | Typischerweise 50–70 Prozent, je nach Profil | Potenziell 80–95 Prozent bei geeigneter Steuerung |
| Integration | Kaum Smart-Home-Anbindung | API-Anbindung, Automationen, App-Visualisierung |
| Flexibilität | Kaum Anpassung an veränderte Nutzerprofile | Anpassbare Regeln, Erweiterung mit Speicher, Smart-Steckdosen |
Diese Unterschiede werden besonders deutlich, wenn sich der Nutzer später für weitere Ausbaustufen entscheidet, etwa einen zusätzlichen Speicher oder weitere Verbraucher, die gezielt mit PV-Überschuss betrieben werden sollen.
Reale Anwendungsbeispiele und typischer ROI
Szenario 1: Berufstätiges Paar in einer Mietwohnung
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Balkonkraftwerk mit 800 Watt installierter Leistung
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Strompreis im Netz: moderates bis hohes Niveau
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Tagsüber lange Abwesenheit, abends höherer Verbrauch
Ohne Null-Einspeisungsregelung gehen große Teile der mittäglichen Produktion als Überschuss ins Netz, ohne dass der Mieter davon profitiert. Mit Shelly 3EM lässt sich die Einspeiseleistung so begrenzen, dass:
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der Eigenverbrauch maximiert wird
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sensible Geräte, wie eine smarte Waschmaschine oder ein Geschirrspüler, gezielt in Fenster mit PV-Erzeugung verschoben werden
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nachweislich keine Einspeisung für den Vermieter sichtbar ist
Der wirtschaftliche Effekt: eine deutlich höhere Selbstnutzungsquote, wodurch sich die Anschaffung des Balkonkraftwerks schneller amortisieren kann.
Szenario 2: Familie im Reihenhaus mit Speicher
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800 bis 1.200 Watt Balkon-PV plus Heimspeicher
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Verbrauchsschwerpunkt morgens und abends
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Wunsch nach hoher Autarkie ohne komplizierte Anmeldungen
Shelly Pro 3EM misst den Verbrauch saldierend auf allen Phasen und gibt der Speicherlösung oder dem Mikrowechselrichter entsprechende Sollwerte vor. Tagsüber wird zuerst der Haushaltsbedarf gedeckt, dann der Speicher geladen, ohne dass das Netz relevante Rückspeisespitzen sieht.
In diesem Szenario entsteht ein spürbarer ROI, wenn die Netzentgelte steigen oder variable Tarife höhere Kosten in Spitzenzeiten verursachen. Die Regelung sorgt dafür, dass möglichst wenig Strom zu teuren Zeiten aus dem Netz bezogen wird.
Szenario 3: Technikaffiner Nutzer mit Smart-Home-Fokus
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Umfassendes Smart-Home mit Home Assistant
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Diverse steuerbare Verbraucher (Wärmepumpe, Wallbox, Server, Lüftung)
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Balkonkraftwerk als Baustein im Gesamtkonzept
Hier wird die Shelly Pro 3EM oft zur zentralen Mess- und Steuerkomponente. Anhand der gemessenen Werte können komplexe Regeln umgesetzt werden, zum Beispiel:
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Bei PV-Überschuss unter 200 Watt: Nur Grundlast decken
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Bei PV-Überschuss über 200 Watt: Server oder Mediencenter einschalten
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Bei PV-Überschuss über 500 Watt: optional E-Auto langsam laden
Auch in diesem Fall ist Null-Einspeisung eine Option, die durch Feintuning der Regeln erreicht wird. Die Shelly-Lösung ermöglicht eine äußerst feine Anpassung an das individuelle Lastprofil.
Kaufberatung: Worauf sollten Sie achten?
Wer ein Balkonkraftwerk mit Shelly 3EM als Null-Einspeisungslösung plant, sollte folgende Punkte berücksichtigen:
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Prüfen, ob am eigenen Zählerschrank genügend Platz für eine Hutschienenmontage und Stromwandler vorhanden ist.
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Klären, ob die Installation von einer Elektrofachkraft vorgenommen werden muss oder ob eine steckerfertige, vorinstallierte Einheit mit externer Messbox ausreicht.
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Sicherstellen, dass der verwendete Mikrowechselrichter oder die Speicherlösung sich über API oder Smart-Home-Regeln in ihrer Leistung begrenzen lässt.
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Festlegen, ob eine reine WLAN-Anbindung genügt oder ob eine Lösung mit Ethernet-Anschluss (Shelly Pro 3EM) wegen Zuverlässigkeit bevorzugt wird.
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Überlegen, ob perspektivisch weitere Verbraucher oder ein Speicher integriert werden sollen, um das volle Potenzial der Null-Einspeisung auszuschöpfen.
Ein koordinierter Plan aus Messgerät, Wechselrichter, eventuell Speicher und Smart-Home-Integration sorgt für eine reibungslose Umsetzung, die auch in einigen Jahren noch erweiterbar bleibt.
Zukunftsperspektive: Entwicklung von Null-Einspeisung und Smart-Metering
In den kommenden Jahren ist mit folgenden Entwicklungen zu rechnen:
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Weitere Vereinfachungen für Balkonkraftwerke, aber gleichzeitig strengere Anforderungen an Netzdienlichkeit und Netzstabilität
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Zunehmende Verbreitung moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme, die eine feinere Abrechnung ermöglichen
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Tarife, die dynamische Preise auf Basis der Netzlast anbieten, wodurch zeitlich optimierter Eigenverbrauch noch wichtiger wird
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Stärkere Kopplung von Balkonkraftwerken mit Heimspeichern, Elektromobilität und Wärmepumpen
In diesem Umfeld wird ein Gerät wie die Shelly 3EM oder Shelly Pro 3EM zur Schlüsselkomponente. Es verbindet klassische PV-Erzeugung mit digitaler Steuerung und schafft die Grundlage für echte Null-Einspeisung ohne Komfortverlust.
Dreistufiger Entscheidungsweg für Interessenten
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Analysephase
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Eigenen Jahresstromverbrauch, typische Tageslastgänge und mögliche Montagepositionen für ein Balkonkraftwerk prüfen.
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Klären, ob Vermieter oder Netzbetreiber besondere Anforderungen stellen, insbesondere bezüglich Einspeisung oder Zählertechnik.
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Planungsphase
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Geeignetes Balkonkraftwerk, kompatiblen Mikrowechselrichter und einen Shelly 3EM oder Shelly Pro 3EM auswählen.
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Entscheiden, ob zusätzlich ein Speicher oder smarte Verbraucher integriert werden sollen, um den Eigenverbrauch gezielt zu steigern.
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Umsetzungsphase
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Installation fachgerecht durchführen lassen oder steckerfertige Komplettsysteme nutzen.
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Null-Einspeisungslogik konfigurieren, Parameter testen und Verbrauchsprofile beobachten, bis das gewünschte Verhalten stabil erreicht wird.
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Wer diesen Ablauf strukturiert verfolgt, erhält ein Balkonkraftwerk, das technisch sauber implementiert ist, regulatorische Vorgaben berücksichtigt und wirtschaftlich möglichst viel aus der eigenen Dach- oder Balkonfläche herausholt.
Häufige Fragen zur Shelly 3EM Null-Einspeisung beim Balkonkraftwerk
Frage: Kann ich eine Shelly 3EM Lösung selbst montieren?
Antwort: Die mechanische und elektrische Montage im Zählerschrank gehört in aller Regel in die Hände einer Elektrofachkraft, insbesondere wenn an festen Installationen im Hausnetz gearbeitet wird. Steckerfertige, vorgemontierte Sets mit externer Messbox können eine Alternative für Anwender ohne elektrotechnische Fachkenntnisse sein.
Frage: Reicht ein einphasiger Zähler für Null-Einspeisung?
Antwort: In dreiphasigen Haushalten ist eine dreiphasige Lösung wie Shelly 3EM oder Shelly Pro 3EM im Vorteil, weil sie alle Phasen erfasst und damit eine verlässliche, saldierende Steuerung ermöglicht. Ein rein einphasiger Zähler kann in bestimmten Fällen zu Fehlinterpretationen führen, wenn Lasten auf anderen Phasen liegen.
Frage: Funktioniert Shelly 3EM auch ohne Smart-Home-System?
Antwort: Grundsätzlich kann die App einen Teil des Monitorings übernehmen. Für eine wirklich präzise und automatisierte Null-Einspeisung hat sich jedoch die Kombination mit Smart-Home-Plattformen oder direkt ansteuerbaren Wechselrichtern und Speichern bewährt.
Frage: Lässt sich eine bestehende Balkonkraftwerk-Anlage nachrüsten?
Antwort: In vielen Fällen ja. Die Shelly-Installation erfolgt am Hausnetz, nicht am Solarmodul selbst. Wichtig ist nur, dass der Mikrowechselrichter oder das Speichersystem eine Schnittstelle bietet, über die die Leistung dynamisch begrenzt werden kann.
Frage: Wie wirkt sich Null-Einspeisung auf die Amortisation aus?
Antwort: Da kein Vergütungsmodell genutzt wird, hängt die Amortisation hauptsächlich davon ab, wie viel Netzstrom durch Eigenverbrauch ersetzt wird. Die Shelly-gestützte Null-Einspeisung erhöht die Eigenverbrauchsquote und kann so die Amortisationszeit im Vergleich zu einer nicht gesteuerten Anlage verkürzen.
Quellen
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Herstellerinformationen Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM, Datenblätter und Produktseiten
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Marktberichte und Ratgeber zu Balkonkraftwerken und Mini-PV-Anlagen in Deutschland
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Praxisberichte und Erfahrungswerte aus Fachblogs und Videokanälen zu Balkonkraftwerk-Installationen mit Null-Einspeisung
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Veröffentlichungen und Richtlinien der relevanten deutschen Normen und Verbände zu Anschluss und Betrieb von steckerfertigen PV-Anlagen
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